Nicht ich bin es der schreibt

 

Es ankert tief

die Nacht sich

in den Staub

der Mond

glänzt schwarz

auf Schiefer

die Helle

bricht erst

gegen Morgen los

wenn rot

die Sonne

auf dem Fels

erwacht

nicht ich

bin es

der schreibt

es ist der Splitter

im Weißdorn dort

das Feuer in

Brennesseln sanft

der Glanz des Schiefers

wenn das Licht

drauf fällt

der Strom

der Welle ganz

und Tiefe

das Ufer

das da brückenlos

sich selbst

die Insel

die da schweigt

nicht ich

bin es

der schreibt

es ist das

Glitzern der Luft

wenn die Sonne

zu Mittag

da stillsteht

der Geruch des Flusses

bei Regen

der Wisperwind

der des Abends

da flüstert und raunt

nicht ich

bin es

der schreibt

es ist das

Grün der Reben

das Netz der Spinne

das sich spannt

der Flug der Bienen

der Honig der Stille

der Duft des Flieders

im Mai

nicht ich

bin es 

der schreibt

es ist der Sturm

der da bricht

im Herbst

die Äste entzwei

der Geruch von 

Kellern und Fässern

Helle des Tresters

der die Kehle

da ätzt

nicht ich

bin es

der schreibt

es ist der

Schatten der Türme

der sich wirft

in die Enge

der Gassen

Efeu

das rankt

an den Mauern

empor

Goldlack

der blüht

nicht ich

bin es

der schreibt

es ist der Sand

da am Ufer

in dem

Kinder noch spielen

das Tuckern der Schiffe

die gleiten in die

Ferne dahin

der Rost all

der Anker

die sich

versenkt in der Tiefe

nicht ich

bin es

der schreibt

es ist die Bläue

des Himmels

Rascheln des Weinlaubs

Nebel so dicht

Pfade so eng

Gassen so schmal

Hänge so steil

voller Licht

nicht ich

bin es

der schreibt

es schreibt

sich in mir

da alles

plötzlich und still

einfach so hin

ich bin die

weiße Klippe

im Strom

an der 

die Strömung sich bricht

Lieder zu singen

aus Welle und Fels

weiß da die Gischt